Hilda schob den Mopp weit weg. Dann kniete sie vor dem Turm nieder, an dem sie den halben Vormittag gebaut hatte. Sie legte beide Hände auf das oberste Polster, nahm sie wieder herunter und trommelte kurz auf ihre Knie.
Der Turm war der beste Teil gewesen. Hoch, völlig unnötig und deshalb großartig.
Aber unter einem großartigen Turm konnte man offenbar nicht gemütlich sitzen.
„Du wirst jetzt ein Erdgeschoss“, sagte Hilda.
Sie nahm das oberste Polster ab. Dann das nächste. Bei jedem wurde der Turm kleiner und der Platz neben ihr voller. Schließlich lag auch das letzte Polster unten. Hilda musste kurz schlucken, bevor sie weitermachte.
In der Essecke löste sie die schwere Überdecke von einer Stuhllehne. Der raue Stoff schabte über ihre Finger. Statt ihn wieder hochzuziehen, faltete sie ihn zusammen und legte ihn beiseite.
Mit den ehemaligen Turmpolstern baute sie niedrige Seitenwände. Darüber spannte sie nur das leichte Betttuch. Sie rückte alles so lange zurecht, bis sie im Inneren sitzen konnte, ohne das Dach mit dem Kopf anzuheben.
Keine Zinnen mehr. Kein hoher Aussichtspunkt. Dafür blieb der Eingang offen.
Hilda kroch hinein, drehte sich um und kroch wieder hinaus. Einfach so. Sie grinste dem freien Durchgang entgegen.